Seit Anfang letzter Woche wurde gemunkelt, ob Ikea tatsächlich second hand Möbel in Ihr Sortiment aufnehmen werden – seit heute ist es amtlich.
Ikea verkauf – vorerst nur in Schweden – second hand Möbel. Die Vintage-Geschichte scheint momentan in Skandinavien ne ziemlich große Rolle zu spielen. Selbst renomiere Designschmieden wie Weekday verkaufen in Ihren Shops zweite Hand Klamotten.
Hätte dies vor 5 Jahren jemand gewagt, er wäre von sämtlichen Medien destroyed worden. Heute ist es allerdings der shit. Ich weiß auch nicht so recht, was ich davon halten soll – ich geh nämlich stark davon aus, dass die alten Möbelstücke zu überteuerten Preise verkauft werden… Nun gut, warten wir es mal ab. Ikeas Marketingabteilung gelingt damit höchst wahrscheinlich ein riesen Wurf.
Ich bin gespannt, ob der Vintage-Online-Shop auch in good ol’ Germany gelauncht wird und sammel so lange meine Möbel beim Sperrmüll ein.
Kanye West, Lill Wayne, T-Pain – sie haben “Auto-Tune” groß gemacht - okay auch Cher – aber nur so nebenher . Eine Software, die die menschliche Stimme per Tonhöhenkorrektur auf die richtige Note setzt. Kann man mögen muss man aber nicht. Doch die “Gregory Brothers” haben damit jetzt einen Über-Nacht-Hit hingelegt. Sie schneiden Videos aus Nachrichtenübertragungen per “Auto-Tune” auf ihre Musik und kreieren dadurch richtige “Pop-Songs” in ihrer “Auto-Tune the News“-Rubrik. So auch mit der Reportage über eine versuchte Vergewaltigung in Amerika. Der Täter hatte sich das Opfer- Schlafzimmer geschlichen und versucht, sie zu vergewaltigen. Der Dame ist dabei nichts passiert – da ihr Bruder den Wüstling vertrieb. In dem Originalbeitrag des US-Fernsehens richtete der Bruder Antoine Dodson dem Täter eine Warnung aus. Diese ist an sich schon recht aussergewöhnlich betont vorgetragen. “Bed Intruder” nannten sie den neuen Song – und dank viralem Internet-Effekt – wurde dieser bisher knapp 18 Millionen mal aufgerufen. Daraufhin entschied man sich den Song zum Kauf anzubieten. Die Macher kooperieren mit dem aufgeregten Bruder und teilen sich die Einnahmen. Immerhin schaffte es das “Phänomen” bisher auf Platz 39 der iTunes Charts. Lang lebe der Rock’n Roll!
Der charmant-nerdige 8bit Trend schlägt weiter Wellen und erfreut damit vor allem Retro-Freaks und Vintage-Liebhaber. Über den Space Invader Sessel werden sich aber sicher nicht nur nerdbebrillte Fixie-Hipster und Retro-Konsolenfans freuen können. Diese Reminiszenz an den Spieleklassiker fügt sich in so ziemlich jedes moderne Wohnzimmer, richtig zuhause fühlt sich das Sitzmöbel aber wohl im puristisch-weißen Werber-Wohnzimmer – am Besten inklusive original Arcade-Konsole von 1978. Wahlweise tut es natürlich auch der Atari 2600 oder wenigstens der von Tobi entdeckte iCade.
Obwohl die Sitzgelegenheit doch eher unbequem ausschaut verspricht Igor Chak, der Designer des Prototypen, dass man Dank Memory Foam ziemlich bequem auf dem Ding fläzen, respektive daddeln kann.
Die nächste Wiesn steht ins Haus und ich bereite mich langsam auf das große Spektakel vor. Meine Dirndl hängen schon gebügelt am Schränk, die Täschchen stehen ausgehfertig bereit. Beim Stöbern nach den neusten Trends und Highlights in diesem Jahr, habe ich dann auch gleich meine neuesten Begleiter entdeckt: Die Trachten-Chucks von Krüger Dirndl. Endlich mal eine nette Alternative zu Ballerinas, Pumps und klobigen Trachtenschuhen. Ich bin schon ganz verliebt in diese Chucks.
Im traditionellen Trachten-Look aus robustem Leinen designt werden sie mit ihrem feschem Hirschgeweih auf der moosgrünen Zunge und dem schwarzen „Wild“-Schriftzug an der Außenseite sicher für frischen Wind auf den Bierbänken sorgen. Die Schuhe gibt es für Burschen und Madln in den Größen 35 bis 47 und sind bei Trachtenmoser für 49,90 EUR erhältlich. O’zapft is!
Ich tröte jetzt mal in das selbe Lokalpatriotismus Horn wie Robin grade, dieses Mal schwenke ich aber die visuelle Fahne. Bei dem kreativen Potential unserer Region ist ein bißchen Lokalpatriotismus durchaus berechtigt… außerdem flasht mich Mark Bohle mit seinem kreativen Output schon seit Jahren derbe (das Wort wollte ich seit Ewigkeiten endlich mal wieder gebrauchen).
Mark ist ein Stuttgarter Bursche, wohnt und studiert hier im Kessel an der Akademie der Bildenden Künste und bleibt der Stadt hoffentlich noch ein paar Jahre treu.
Sein Stil zu beschreiben fällt nicht so ganz leicht, zumal er so ziemlich alle Arten von Gestaltung mit kreativem Eigenleben füllt. So umfasst buntes Acryl auf Leinwand wie auch Siebdruck, Fotografie und kuriose Jagdtrophäen sein Schaffen. Dabei trägt trotzdem alles seine Handschrift. Was mich aber echt jedesmal umhaut, ist seine versessene Detailverliebtheit. So kann man mit seinen Bildern gut und gerne 1 Jahr lang zusammenwohen und etndeckt trotzdem jeden Tag etwas Neues. Die beste Beschreibung liefern seine Bilder aber definitiv einfach selbst.
Koffer packen gehört wirklich zu meinen Stärken – oder Spülmaschine einräumen. Ich liebe es jeden Platz auszufüllen und hinterher stolz zu sein, so geschickt alles verstaut zu haben. Aber der schwedische Künstler Michael Johansson schlägt mich da um Längen. “A person in a rented apartment must be able to lean out of his window and scrape off the masonry within arm’s reach” lautet der Titel (von Friedensreich Hundertwasser) der Installation. Und seine Kunst ist sowohl abstrakt – als eben auch handwerklich beeindruckend. Üben heißt das jetzt für mich.
Das französische Kino der 70er ist eine Sache für sich. Radikal, die Kamera immer auf Portrait gepolt und menschliche Abgründe noch und nöcher. Und jetzt ist es wieder soweit. Der Extrem-Regisseur Gaspar Noé hat nach seinem Skandal-Film “Irréversible” den Film “Enter the void” abgedreht. Oscar, ein Drogendealer, ist die Hauptfigur. Nach einem Leben im Drogenrausch (wird minutenlang im Stile des 2001-Odyssee Flashs dargestellt) wird er im Klo eines Clubs erschossen. Seine Seele steigt empor und driftet über die nächtliche Neonlandschaften Tokios, sucht den Ausweg und seine Schwester Linda – findet aber nur Sehnsüchte, Erinnerungen und Traumwelten. Mit seiner Schwester hält Osacr ein inniges Verhältniss, seit sie zusammen erleben mussten wie ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen. Das hat sie aus dem Leben gerissen und wurden getrennt. Oscar holt Linda nach Tokio wo sie dann als Stripperin in einem Club arbeitet. Bei einem Liebesakt zwischen Schwester und seinem Freund Alex erlebt Oscar seine Wiedergeburt bei der Befruchtung der Eizelle. Ich zitiere aus Spiegel Online: “Die wiederum an Kubricks Odyssee gelehnte Sequenz, in der das Spermium die Eizelle erreicht, die Zellwand durchdringt und einen Embryo erzeugt, in den Oscars Geist Einzug hält, wurde im Mai vergangenen Jahres beim Filmfestival in Cannes teils hysterisch verlacht, teils mit Buhrufen quittiert. Und tatsächlich ist das verheißungsvolle helle Glühen, das Noé auf die Unterleibe der kopulierenden Körper projiziert, ein lächerlich naives Bild für den Akt der Empfängnis, das trotz aller Wärme, die es ausstrahlt, nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass der Blick des Regisseurs auch hier zynisch und kalt bleibt: Die Liebe zwischen Oscar und Linda, hier zerfällt sie in eine Inzest-Phantasie und die Reduktion des menschlichen Körpers auf die motorische Lustbefriedigung einer Reproduktionsökonomie.” Naja so hätte ich es auch beschrieben. Ein Trip der südamerikanischen Droge namens “Ayahuasca” wollte Noé mit “Enter the Void” umsetzen. Der Credit-Teaser zeigt schon mal ganz gut wie er das macht. Mein Sportlehrer meine mal nach einer Mattenbahn “Rolle vorwärts”: “Ist besser wie nen Joint, was?”. Ich denke mal – so wird der Film auch wirken. Hoffentlich kommt man danach auch wieder runter. Auf der Website sieht man in welchen Kinos er in Deutschland läuft.
Absolut beeindrucken, was Flickr-User Joey Joey Joey mit hilfe eines Druckers aus seinem iPhone 4 gezaubert hat.
Sein Smartphone hat mit ein wenig Hilfe der Google-Bildersuche, Photoshop und etwas Geschick den Look einer Leica M9 erhalten. Da Leica DER SHIT schlecht hin ist, eine M9 über 5k € kostet und sie fast zu schade ist, ständig dabei zu haben, der Look aber mega rockt, kann mit diesem kleinen Sticker auf der Front- und Rückseite wenigstens etwas posen.
Ich bin gespannt, ob der Sticker in Produktion geht – ich würde mir sofort einen bestellen.
Endlich mal wieder ein Sneaker Post – YEAH! Ein Schuh – eine Legende – 1Love! Immer noch mein Alltime-Favourite-Sneaker! Und so geht es Millionen von Fans auf der Welt. Über 1700 Varianten sind bisher erschienen. Ein absoluter Kult-Schuh und daher nicht totzukriegen. Als ein Teil des “World Basketball Festival” – das 4 Tage lang die besten Teams und Top-Music-Performer wie z.B. Jay-Z zusammenbringt – hat Nike die “1LOVE” Filmreihe aufgelegt die 5 Stadtteile New Yorks “portraitiert”. In jedem Clip steht ein Botschafter seines Bezirks im Mittelpunkt und bringt die Kultur und die Besonderheiten seiner “Homies” zum Ausdruck. In “QUEENS” ist das “Format” – ein Lifestyle und BMX Shop der von Radprofi Nigel Sylvester geführt wird. Rapper, Songwriter und Producer Theophilus London stellt sein geliebtes “BROOKLYN” vor. Die “BRONX” präsentiert Rapper Cory Gunz – für ihn die Geburtsstädte des Hip Hop. “HARLEM” wird von der einzigartigen Ms. Banks “represented” und “STATEN ISLAND” zeigt uns Emilio Sparks – Moderator einer der beliebtesten Radiosendungen in NY. Eine schön gemachte Doku die New York zeigt wie es wirklich ist.Natürlich gibt es dazu auch die passende limitierte Nike Air Force 1 – “BE 5 Boroughs Pack” Edition, die aber nur schwer zu bekommen sein wird – da die Schuhe nur in New York verkauft werden (der US-Nike Online-Store bietet jedoch die “Queens” Version momentan an?) C-Willy – ich komm Dich auf jeden Fall demnächst besuchen – so oder so!
Stil ist wo der Besen klemmt. Oder anders gesagt, Stil ist subjektiv! Das ist nichts Neues – klar. Aber manche Dinge sind so beeindruckend, dass man sie neidlos und staunend als stilvoll bezeichnen kann und muss. Dazu gehören ohne Zweifel die “Swenkas”. Eine kleine traditionelle Gruppe der Zulus, die eine Kultur von Stil und Mode über Generationen hinweg pflegen, welche einzigartig ist. Tagsüber Arbeiter und Bauern in ärmlichen Verhältnissen – wandeln sie sich Samstag Abends in kultivierte Dandies, die sich regelmäßig versuchen in Sachen Kleidung und Accessoires im Schönheitswettbewerb zu überbieten. Dazu kommt noch der Stolz und die überaus lässigen Tanzschritte mit der sie vor der Jury posen. Kleidung und die “Moves” (swanks) kommen in die Wertung. Mir bleibt da fast die Luft weg. “Hochachtung” ist glaube ich das richtige Wort das man hier benutzen sollte. Hochachtung vor so viel Sinn für Stil und Lust am Besonderen – inmitten eines Lebens, das davon nicht viel zu bieten hat. Es gibt dazu übrigens eine schön gemachte Reportage die kürzlich auf Arte kam. Swenkas Forever!
Wir lieben alles, was das Leben ein wenig stilvoller macht - ob Design, Film, Musik, Interior oder Mode. In neeo berichten wir über das, was wir täglich spannend und lesenswert finden.