
Bei Außentemperaturen über 32 Grad klingt der Gedanke an eine Bar komplett aus Eis absolut verführerisch. Die Icebar in Kopenhagen ist sozusagen eine Zweigstelle des Icehotel im schwedischen Lappland. Im Eintrittspreis inbegriffen ist ein riesiger hellblauer Poncho mit Fellkapuze und Handschuhen, den jeder Gast erstmal übergezogen bekommt, bevor er die eigentliche Eisbar betritt. Besonders kurios im kurzen, aber intensiv ausgenutzten dänischem Hochsommer: Unter den dicken Thermoponchos schauen nackte Füße in Highheels oder Flip-Flops hervor, die nach einigen Minuten bei minus fünf Grad Celsius allesamt beginnen, unruhig hin- und herzutreten. Die durchschnittliche Aufenthaltszeit beläuft sich auf etwa 20 Minuten, wie uns der freundliche Barkeeper mitteilt – da hilft auch der hochprozentige Cocktail nicht, der ebenfalls in einem Glas komplett aus Eis serviert wird und buchstäblich während des Trinkens zwischen Fingern und Mund zerinnt. Einmalig ist jedenfalls das Gefühl, nach dem eisigen Barbesuch wieder in die warme Sommernachtsluft zu treten.




Leute - das ist ein Kraftwerk. Ja! – ein Gas- und Dampf-Kombikraftwerk. Mitten in Holland, genauer gesagt in Roombeek. Ich kann es immer noch nicht richtig glauben. Das hat mich total umgehauen. Wie cool muss diese Stadtverwaltung sein um so einen Entwurf bitte umzusetzen. Holland ist nicht Weltmeister geworden – aber mit solchen “Eiern in der Hose” (man entschuldige die Ausdrucksweise – Anmerk. der Red.) – muss man das auch nicht mehr. Besetzt ist das Gebäude mit Keramik-Fliesen des Künstlers Hugo Kaagman, der für seine Spray- und Stencilkunst bekannt ist. Der Name “Stadshaard” bedeutet übrigens “Das Herz der Stadt” – also das Zentrum der Energie- und Wärmeversorgung. So was möchte ich auch mal bei uns sehen. Aber wahrscheinlich hätten wir dann eine “Stadshaard 21″ Demo auf dem Marktplatz in Stuttgart. Also liebe Gemeinde- und Stadträte – gebt Gas.

Zu gut erinnere ich mich noch an meine Studentenzeit, in der die Fünf-Minuten Terrine und andere Instant-Produkte zu meinen Hauptnahrungsmitteln gehörten. Zum Glück habe ich irgendwann die kulinarische Revolution angetreten und mache seither einen großen Bogen um alles, was nur durch die Zugabe von Wasser “fertig” wird. Nun bekommt Instant aber eine neue Bedeutung: Die beiden Berliner Designer Michael Wabbel und Sebastian Oppermann vom Shop Berlinomat haben nämlich ein “Instantshirt” entwickelt. Genau wie bei den Fertiggerichten öffnet man die T-Shirt-Packung, gießt heißes Wasser in den Beutel und verschließt ihn wieder. Durch persönliches Handanlegen bestimmt man den Look selbst: Egal ob wild gemustert, längsverlaufende Streifen oder fast einfarbig, der Experimentierfreude sind keine Grenzen gesetzt. Die Shirts gibts in drei Farben Funny-Yellow, Light-Green und Gothic-Blue im Berlinomat Shop in der Frankfurter Allee (natürlich in Berlin!) und ab Mitte Juli in dessen Online Shop für 39,90 EUR. Da heißt es: Good look statt guten Appetit!

Ich gebe es zu: Urlaub gehört im Moment zu meinen Lieblingsthemen. Kein Wunder, bei diesem immer noch recht zweifelhaften Sommer in Deutschland. Daher hier auch ein Hoteltipp von mir. Eigentlich ist die Finca Son Jorbo auf der deutschen Lieblingsinsel Mallorca gar kein wirkliches Hotel. Eher ein kleines paradiesisches Hidaway in der Nähe von Porreres. Die beiden Engländer Annie und Martin haben das alte Bauernhaus inmitten von Olivenhainen und Feldern vor drei Jahren liebevoll restauriert und eine Finca mit vier großzügigen, stilvollen und ganz individuellen Appartments geschaffen. Perfekt für alle, die sich im Urlaub einfach nur erholen oder Mallorca in Tagesausflügen erkunden wollen. Und das Beste daran: Trotz toller Lage inmitten der Insel, viel Platz, Ruhe und Komfort sind die Zimmer mit Preisen von 110 – 145 EUR wirklich leistbar. Viva la vida, sag ich da!



Hier kann ich nur sagen – zum Glück sind sie weg. Durch die Abwesenheit jeglichen Lebens, unter den Schichten des Alltags kommt manchmal verborgene, ungeahnte Schönheit zutage.
Die Kollektion von the coolist zeigt Abandoned Places, menschenverlassene Orte dieser Welt. Geblieben ist nur der Fotograf – und das hat er gut gemacht.



Die Hobbits gibt es wirklich. Oder? Auf jeden Fall gibt es ein Haus, das von Ihnen bewohnt werden könnte. Die “Villa Vals” steht (nein nicht im Auenland) sinngemäß in der Schweiz und passt sich perfekt in die Landschaft ein. Geplant und entworfen vom holländischen Architekten-Kooperationsteam SeARCH Studios und Christian Muller. Jetzt fehlt nur noch der Ring…




Am 10. April ist es soweit. Die Sneakerness 2010, das umfangreichste Event in Sachen Sneaker in Europa, findet erstmalig in Deutschland statt. In der Kölner EXPO XXI erwartet einen auf 1200 Quadratmetern neben Marken wie Adidas, Nike, Asics, KangaROOS, Reebok, Diesel, Pro Keds auch die wichtigsten Vertreter der Indieszene und ihre aktuellen Entwürfe. Beim Sneak Bombing zum Beispiel gestalten die 4 Sprayer/Writer babakOne, Maze, sair 4 und Kayoe jeder ein Paar Schuhe. Die Schuhe und Fotos werden auf der Sneakerness ausgestellt. Mit dabei auch Sneakerfreak Robert “Bobbito” Garcia der sowohl für Nike als auch für Adidas schon seine eigene Edition entworfen hat und auch als Dj die Aftershow Party bespielt. Eine Reise wert – denke ich…

Wer Lust dazu hat, das „Städtle“ Stuttgart auf ganz andere Art und Weise kennen zu lernen, der sollte sich den Bildband „Neckarperlen“ der Künstlerinnen Annette & Annette besorgen. Die beiden haben es sich zur Mission gemacht, die versteckten Locations, welche nicht im Stadtführer, geschweige denn auf der Königstraße zu finden sind, ausfindig zu machen, und alle Menschen an diesem Schatz teilhaben zu lassen. Manifestiert ist diese Hommage an Stuttgart in einem wunderschön illustrierten Bildband, der durch Fotografien besticht, die den Moment auf magische Weise festhalten und durch liebevolle Texte ergänzt werden.



Das Experiment ist gestern geglückt. Und das gleich nach dem dritten Anlauf. Es gab viele, die glaubten es würde ein schwarzes Loch erzeugen und die Erde von innen heraus aufressen.Die Experten jedoch sprechen von einer neuen Zeitrechnung. Mit fast Lichtgeschwindigkeit haben die Forscher, in dem so genannten LHC, Atomkernteilchen (Protonen) mit einer Rekordenergie von sieben Billionen (Tera-)Elektronenvolt (TeV) aufeinandertreffen lassen, um im nun laufenden Betrieb die dabei frei werdenden Elementarteilchen zu erforschen. (den letzten Satz habe ich abgeschrieben) Unglaublich dabei ist doch, dass die größte Maschine der Welt auch noch unbeschreiblich aussieht. Eine faszinierende Bilderstrecke wurde dazu schon vor einigen Monaten aufgenommen. So versteht man irgendwie den Aufwand und die Einzigartigkeit besser – finde ich. (Auch die Kommentare auf der Seite sind es wert: z.B. – “I hope it does not run Windows Vista”, “So how fast does it download porn?”, “Does it do wifi and bluetooth?”, “I want one!”, “Where does Jodie Foster sit?”,”Its ok. Don’t panic. It’s in france.”…)



Gleich mal vorneweg. Das 9h Hotel ist nichts für Klaustrophobiker. Das Hotel bietet auf 9 Stockwerken weiße Designer-Kapseln zum Übernachten, computer-gesteuertes Licht um in den Schlaf zu fallen, transparent verpackt sind Zahnbürste und Duschgel. Schwarz die Schrift. In allem wenig Worte und viele Symbole. Aber das ist noch nicht alles. Das im Dezember 2009 eröfnete Hotel folgt dem einfachen Satz: „transit stay“: Für „Wechseln und Bleiben“ genügen Gästen in Japans Großstädten neun Stunden: 1 Stunde Duschen + 7 Stunden Schlaf + 1 Stunde Ausruhen = 9 Stunden. Und dann wieder weiter. So will also der “Alle-Apple-Geräte-Besitzer” übernachten. Ja dann mal los.