Das wars. So metropolisch. So stylisch, So important. Der HUGO BOSS PRIZE ist heute Nacht im Guggenheim Museum verliehen worden. Aus sechs nominierten Künstlern wählt die hochdotierte Jury den Gewinner. Dieses Jahr hat der deustche Künstler Hans-Peter Feldmann aus Düsseldorf gewonnen. Seine Arbeiten vereinen Bilder und alltägliche Objekte aus unterschiedlichsten und heimischen Quellen. Eine Mixtur der besonderen Art. Extra angereist und sehr schüchtern und bescheiden – kam er dann auch auf die Bühne – und mehr als ein “Thank you. Thank you very much” konnte er nicht sagen. Für ein Foto für Neeo stand er dann aber doch zur Verfügung. So sind wir hier mit die Ersten die das verkünden können. Auch mal schön. Prost!
Er schafft es doch tatsächlich noch einen oben drauf zu legen. Nach dem ersten Fresko-Video, den Free-Downloads an jedem Freitag (GOOD Fridays), mehreren Vorabveröffentlichungen und Auftritten bei Facebook & Co. Jetzt der künstlerische “Overload”. Zusammen mit der Künstlerin Vanessa Beecroft hat Kanye einen Kurzfilm (kanpp 33 Minuten) gedreht der mit seinen opulenten Bildern nur so strotzt. Zu lang für YouTube und daher nur auf seiner Website zu sehen. Hier ein kleiner gif-Vorgeschmack (selber gebaut! ) Musikmäßig ist das alles bestimmt kein Meilenstein – aber die Promotion um sein neues Album verdient Höchstpunkte. Das macht ihm so leicht keiner nach. Das müsst ihr Euch geben. Das gehört jetzt schon fast zur Allgemeinbildung…
Mareile Kurtz hat Angst – und damit ist die Autorin des gerade erschienenen Buches “Pfui Spinne, Watte, Knopf!” (9,95 EUR) nicht allein. Die selbst bekennende Knopf-Phobikerin, hat 33 Menschen mit gängigen bis höchst kuriosen Abneigungen und Ekelgefühlen interviewt. Herausgekommen sind Geschichten, die vom Alltag als Sonderling und einem Leben in panischer Angst erzählen – und dabei trotzdem Mut machen. Herausgekommen ist ein witziges Buch mit therapeutischem Nebeneffekt: Wer über die Verschrobenheiten anderer lachen kann, nimmt auch die eigenen nicht mehr allzu ernst und lernt sogar, mit ihnen zu punkten.
Ich freue mich schon riesig darauf, all diese Geschichten zu verschlingen. Einen kleinen Vorgeschmack bietet das Interview auf fem.com und für alle, die Interviews lieber hören als lesen gibt es ein Radio-Interview.
Mercedes-Benz engagierte den Calligraffiti-Künstler (was soviel bedeutet wie Graffiti, das nach Kalligraphie aussieht) Niels Meulman, um zahlreiche Frauennamen auf eine weiße B-Klasse zu schreiben. Diese Aktion soll all diejenigen Frauen in Erinnerung bringen, denen täglich durch die “The Pink Ribbon Foundation” (einer Stiftung für von Brustkrebs betroffenen Frauen) geholfen wird.
Als ehemaliger “Aerosol”-Artist finde ich die Umsetzung gepaart mit dem ideellen Hintergrund eine sehr gelungene Aktion!
3D, Computer generierte Bilder und Mega-Special-Effekte beherrschen das Kino. Schön, daß es auch mit Papier, Schere, Spucke und Geduld geht. Gemacht hat das ganze Eric Power. Unterlegt mit der Musik von Jeremy Messersmith, der diesen Song als “zahl-was-du-möchtest-download” zur Verfügung stellt. Schön auch der Zusatz auf seiner Website: “Enjoy, at least until the cease and desist letter from Lucasfilm shows up (which I will promptly frame next to my family photos).” In diesem Sinne – anschauen bevor es weg “x” wird.
Hatte Van Gogh auch ein iPhone? Oder hat er den Tilt-Shift Effekt tatsächlich gepinselt? So expressionistisch war er dann doch noch nicht. Tilt-Shift, das ist der Effekt spezieller Linsen, die den Fotografien den Look einer Miniatur-Welt geben. Auf dem iPhone per App auch simulierbar. Dieser Effekt kann natürlich auch hinterher am PC digital angewendet werden. Die Künstlerin Serena Malyon bearbeitete so einige der Werke Van Goghs. Nur durch helle und dunkle sowie scharfe und verschwommene Bereiche entstehen 3D Van Goghs . Sollte man nicht so ernst nehmen – aber irgendwie cool ist es doch.
“Lieber gut geklaut – als schlecht selbst gemacht” – ein schönes Zitat von uns King Karl Lagerfeld. Aber heutzutage auf jeden Fall zutreffend. Denn irgendwie ist alles schon mal da gewesen – heute nur in abgeänderter Form. Eine Verschmelzung verschiedener Quellen aus Musik, Kunst oder Literatur. Damit beschäftigt sich auch diese kleine “Reportage” des ehemaligen Saatchi & Saatchi Creative Diretcors Paul Arden. Im ersten Teil erfährt man, daß selbst Kultgruppen wie “Led Zeppelin” Plagiate in die Welt setzten. Auf dieser Seite gibt es in Zukunft noch mehr davon. In diesem Sinne: “Good artists copy, great artists steal!”
Kalligraphie aka Schönschrift hat mich schon immer fasziniert, hab’s allerdings selbst nie auf die Reihe bekommen. Meine Schrift gleicht eher der meines Hausarztes.
Was dieser Typ hier mit Hilfe eines Filzstift auf ein Blatt Papier zaubert, löst in meinem tiefen Inneren puren Neid aus.
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