Elbow “Build A Rocket Boys!” – Album der Woche

von Robin [HearDis!] am 15.04.2011 in Music

Das fünfte Elbow Album ist zwar schon im März als limitiertes Digipack erschienen, aber da heute die nicht-limitierte Auflage erscheit, dachte ich mir, dass es ein guter Zeitpunkt ist, dieses hervorragende Werk in meiner Rubrik zu featuren. Die opulente Orchestrierung des Vorgängers ist hier einem entspannten, melancholischen Sound gewichen, der aber freilich weit davon entfernt ist, vor großen Gesten zurück zu schrecken. Was bleibt, ist das wohl erwachsenste, introspektivste Album von Elbow bisher, und es macht schon jetzt neugierig auf die Zukunft dieser großartigen Briten.

The Raveonettes “Raven In The Grave” – Album der Woche

von Robin [HearDis!] am 08.04.2011 in Music, Style

Mit ihrem fünften Album greifen die beiden Dänen von The Raveonettes ganz tief in die Garage-Rock Trickkiste. Haben sie sich in den letzten Jahren immer mehr um einen tanzbaren Sound bemüht, so kehren auf “Raven In The Grave” der Blues, der Hall und der Lärm der frühen Tage zurück. Es sind zwar noch ein paar poppige Nummern enthalten (insbesondere “Ignite”, das seinem Titel voll und ganz gerecht wird), doch im Großen und Ganzen dominieren Schwermut und psychedelische Verspultheit. Die Bandbreite der Stimmungen ist also groß und das Album damit um so besser.

Nôze “Dring” – Album der Woche

von Robin [HearDis!] am 01.04.2011 in Music


Seit 2004 hauen die beiden Franzosen hinter Nôze eine schräge Techno-Perle nach der anderen raus. Mittlerweile ist ihr Sound auch so abwechslungsreich, dass er sich gegen jede Kategorisierung sträubt – außer dass klar ein Balkaneinschlag rauszuhören ist. Und spätestens seit ihrem großen Erfolg zusammen mit Riva Starr weiß man, dass ihre eigenwilligen Produktionen auch bei der breiten Masse gut ankommen. Beste Voraussetzungen also, dass sie mit ihrem heute erscheinendem vierten Album richtig abräumen.

Acid House Kings “Music Sounds Better With You” – Album der Woche

von Robin [HearDis!] am 18.03.2011 in Music

“Schon wieder House?” könnte man sich angesichts des Bandnamens Fragen. Und verwunderlich ist das nicht, denn während sechs Jahren Pause kann eine Band leicht in Vergessenheit geraten. So lange ist es nämlich her, dass die schwedischen Acid House Kings ihr letztes Album veröffentlicht haben. Und schon damals hatten sie nichts mit House zu tun sondern komponierten naiv-fröhlichen Pop. Daran hat sich auch bis heute natürlich nichts geändert und mit “Music Sounds Better With You” liefern die drei ihr bisher rundestes und schönstes Album ab. Music sounds better with them!

Chaim “Alive” – Album der Woche

von Robin [HearDis!] am 11.03.2011 in Music

Es ist nicht ganz leicht, in dieser Rubrik House unterzubringen. Nicht etwa, weil dieser Sound nicht hierher passen würde, sondern weil die Rubrik nun mal Album der Woche heißt – und Houseproduzenten sehr selten Alben veröffentlichen und sich stattdessen auf EPs beschränken. Doch da Chaim Avital aus Israel schon lange bei den Berlinern von BPitch Control unter Vertrag steht war es für ihn nur eine Frage der Zeit, bis er es seinen vielen Label Kollegen gleich macht und uns mit seinem sonnendurchfluteten Deep-House auch auf Albumlänge verwöhnt. Gewürzt mit einigen poppigen Vocals ist der Sound zudem nicht nur dancefloor- sondern auch wohnzimmertauglich.

LCMDF “Love And Nature” – Album der Woche

von Robin [HearDis!] am 04.03.2011 in Music

BRAAAP!!! Die beiden Finninnen hinter Le Corps Mince de Françoise sind gekommen, um Kaugummi zu kauen und Ärsche zu treten – und der Kaugummi ist ihnen gerade ausgegangen. Entschuldigt dieses wackelige Zitat, aber dieses Girlie-Duo klingt wirklich genau so. Und sie kommen keine Minute zu spät, denn nachdem M.I.A. nur noch Industrial macht und Robyn sich auf House spezialisiert haben uns doch irgendwie die Mädels gefehlt, die es schaffen Hip Hop und Techno zu eingängigem Pop zu verschmelzen. Also: LCMDF gehört die Zukunft!

Stateless “Matilda” – Album der Woche

von Robin [HearDis!] am 25.02.2011 in Music

Auf ihrem zweiten Album überraschen die (mittlerweile nur noch) vier Briten aus Leeds mit einer äußerst atmosphärischen Mischung aus Elektronik, Pop und Weltmusik. So beeindruckt zum Beispiel die erste Single-Auskoplung, Ariel, mit stilsicheren orientalischen Zitaten über einem ordentlich drückendem Beat-Gerüst. Wirklich verwunderlich ist diese Entwicklung allerdings nicht, denn Produziert wurde das Album von Damian Taylor, der schon mit Unkle, The Prodigy und Björk zusammengearbeitet hat. Jetzt bleibt abzuwarten, wie lange man auf das nächste Album warten muss – und ob es noch besser wird.

Cut Copy “Zonoscope” – Album der Woche

von Robin [HearDis!] am 18.02.2011 in Music

Die Formation Cut Copy hat schon mit ihren ersten beiden Alben eine steile Karriere hingelegt – vom ein-Mann DJ-Projekt zur vollwertigen, vierköpfigen Band die mit Daft Punk durch Australien Tourt. Mit ihrem dritten Album „Zonoscope“ scheinen die vier sich nun daran zu machen, auch die Welt zu erobern. Gute Chancen haben sie mit ihrem opulenten, tanzbaren Synthpop dafür auf jeden Fall. Wer sich davon überzeugen will, kann auf ihrer Soundcloud Seite die ersten beiden Singles streamen.

Gruff Rhys “Hotel Shampoo” – Album der Woche

von Robin [HearDis!] am 11.02.2011 in Music

Was macht man, wenn man Jahre lang auf Tour gewesen ist und in jedem Hotel Seife, Shampoo und Zahnbürsten hat mitgehen lassen? Vielleicht stellt sich nicht jeder von uns diese Frage, aber für Gruff Rhys, Frontmann der Super Furry Animals, war sie so wichtig, dass er sie sowohl zum Thema einer Ausstellung als auch seines mittlerweile dritten Albums gemacht hat. Und luftig leicht wie Seifenschaum ist auch der Sound des Albums, der so unbeschwert klingt, dass einige Kritiker ihn für zu weichgespült halten – aber was soll daran verkehrt sein, wenn das Ergebnis so stimmige und schön ist?

Fujiya And Miyagi “Ventriloquizzing” – Album der Woche

von Robin [HearDis!] am 04.02.2011 in Music

“Auftragen! Polieren!” Hat Mr. Miyagi seinem Schützling in “Karate Kid” beigebracht. Und die Lektion, die Daniel-San dabei gelernt hat, war die, dass Fleiß sich auszahlt und man auch mit scheinbar sinnlosen Tätigkeiten Karate lernen kann. Zumindest ersteres Trifft auch auf diese Band aus Brighton zu, die immer mehr Hörer für sich begeistern kann. Das nunmehr seit zehn Jahren aktive Quartet gibt an, von Krautrock beeinflusst zu sein, aber genau so wichtig sind für die Jungs Northern Soul und Psychedelic Rock. Was dabei rauskommt erinnert mich etwas an die poppigen Momente von The Beta Band und ist deswegen ein verdientes Album der Woche.


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