iCade – Achtung Spielsucht! Arcade Games auf dem iPad.
Ich war 14 und ich war spielsüchtig – ich gebe es zu. Aber nicht nach Games auf dem Computer, Konsole oder Handheld. Nee – so was gab es noch gar nicht. Wir mussten mit sauer verdientem oder von Mama, Papa, Onkel, Tante geschnorrtem Geld an riesige Holzkästen mit dicken Glasscheiben, einem kleinen Stäbchen mit dickem billardkugelartigem Knauf und zwei – oder auch mal vier – Buttons die ihren Namen noch verdient hatten. Nach Einwurf des Geldes ging es los. Das waren Spiele die weder 3D Grafiken kannten noch filmische Intros hatten. Die Pixel waren so groß wie ein iPhone App Icon und die Musik und klang wie die einer Midi Telefonwarteschleife. Aber es war geil. “Space Invaders“, “Donkey Kong” oder “Hyper Olympic” hießen die Arcade-Spiele und waren überall auf der Welt in den Cafes und Spielhallen für uns da. Ja es gab dafür extra Spielhallen – besonders in Frankreich weit verbreitet. Jeden Sommer war ich 6 Wochen in “Canet Plage” einem kleinen Strandort in der Nähe von “Perpignan” – und wenn ich nicht am Meer lag oder mit Essen gehen musste – zockte ich. Der Urlaub war bestimmt davon. Und da ich kein Obst esse – wurde im Urlaub gerne der Deal meiner Mutter angenommen für eine gegessene Erdbeere 10 Francs in Münzen zu erhalten. Ich kämpfte mit mir – würgte und schluckte – aber in Gedanken immer das nächste Level von “Donkey Kong”. Gott sei Dank bin ich seither geheilt. Doch jetzt gibt es da diese iCade-Konsole für das iPad für 150 Dollar und das Emulator-App kostenlos im App Store. Und meine Hände fangen an zu zittern. Soll ich es kaufen? Zurück in die Zukunft? – Ich glaube ja!





Ich erinnere mich noch labhaft an Kangaroo drüben bei dem Imbiss in der Solitudestraße (wie hieß denn der noch?)